Ausflug nach Deutschland


Für die nächsten Wochen haben wir einen festen Plan: wir haben in Deutschland einiges zu erledigen, auch findet ein Teamtreffen unseres Networks Mitte September statt. Deshalb heißt es für uns, Abschied vom Nationalpark Monte Sibillini, unserer Marktfrau und längerfristig auch von Italien zu nehmen.

Da das ganze auf gar keinen Fall in endlos lange Fahretappen ausarten soll, brechen wir jetzt schon Richtung Nordwesten auf. Der Weg führt uns nach Spello, etwas südlich von Assisi. Vor zehn Monaten haben wir hier auf dem Wohnmobilstellplatz übernachtet und nun sind wir wieder hier!

In der Altstadt von Spello sehen wir dieses Schätzchen! Der Kombi mit Faltdach ist auch in Italien mittlerweile eine Seltenheit 😍😍.

Da herrscht Ordnung am Armaturenbrett, nix Infotainment und Schnickschnack 😂😂😂

Wieder unterwegs erleben wir ein beinahe in Vergessenheit geratenes Wetterphänomen: Regen!

Ein paar Eindrücke von der Toskana:

Eigentlich wollten wir nicht hierher, nun sind wir aber doch hier. Wir haben spontan ein  Date in San Gimignano!

Der Ort wird wegen der vielen Türme etwas vollmundig "Manhattan der Toskana" genannt.

Nach Durchschreiten des Stadttores fühlen wir uns beide sofort an die Altstadt von Dubrovnik erinnert!

Wir treffen uns hier mit der Adoptivfamilie eines unserer drei Findelhunde, die hier Urlaub macht!

So sieht "Conny" jetzt aus 😍😍😍😍!

Diego versteht sich prächtig mit ihr 👍👍👍

Große Städte und touristische Highlights sind ja eigentlich nicht so unser Ding!  Aber da Pisa fast genau auf dem Weg liegt, schauen wir es uns auch an. Außerdem haben wir auch hier eine Verabredung!

Der Ikeaparkplatz bietet Stellplätze für Wohnmobile, wir fahren jedoch weiter bis ans Ende eines Industriegebietes. Unsere Hunde könnten dort ohne Leine draußen bleiben. Aber einerseits liegt dort unglaublich viel Müll und Kacke, zum anderen kommt nach einer Weile ein Person aus dem Gebüsch, die wir zuerst für eine Frau halten. Den äußerst spärlichen Kleidungsstücken nach zu urteilen ist sie eine Prostituierte und wir sind wohl am Straßenstrich gelandet 😂😂😂! Beim genaueren Hinsehen stellt sich "unsere" Prostituierte als Mann heraus.

Prostitution ist in Italien verboten, das würde uns aber nicht stören. Auf gar keinen Fall wollen wir aber nachts von den Carabinieri weggeschickt werden, deshalb ziehen wir doch auf den Ikeaparkplatz um.

Dort ist viel los, ein Mc Donald ist gleich gegenüber und der Platz ist die ganze Nacht taghell beleuchtet  

Morgens um 7 Uhr geht in der Fabrikhalle hinter uns eine Absauganlage an, die einen Wahnsinnslärm produziert!

Zu Fuß "fliehen" wir ins 4,5 km entfernte Pisa.

Und hier sind sie, die Wahrzeichen Pisas!

Der Dom, das Bapisterium mit der runden Kuppel und natürlich der auf Morast und Sand gebaute Glockenturm des Domes.                                      Da die Eintrittspreise für die Gebäude horrend sind und auch noch der neu eingeführte "Grüne Pass" Pflicht ist, schauen wir uns das alles von außen an.

 

Pisa war im Mittelalter eine der vier bedeutenden Seefahrerepubliken.

Heute hat Pisa ungefähr 90 000 Einwohner, fast die Hälfte davon sind Studenten.

 

Und nun zu unserer Verabredung! Wir treffen uns mit Nicola und Michael, wir waren viele Jahre "Fast-Nachbarn" in unserem letzten Wohnort.

Die beiden machen hier in der Toskana Urlaub, unser Treffen hat sich spontan ergeben.

Beim Mittagesssen mit Pizza gibt es viel zu erzählen!

Der weitere Kurs ist klar, es geht nach Norden. Auf kleinen Straßen fahren wir durch die Toskana. Für uns ist die Region eher schwierig zu bereisen, da wir ja immer freistehen. Fast alle Wege führen zu Landgütern oder sind versperrt.

Ungefähr 100 km nördlich von Pisa verlassen wir die Toskana und sind jetzt im Nationalpark Appennino Tosco- Emiliano. In einem kleinen Ort oberhalb von Febbio finden unseren Platz für die nächste Zeit.

Hier gibt es unzählige Wanderwege, die durch dichte Buchenwälder bis zu den umliegenden Gipfeln, die über 2100 Meter hoch sind, führen.       Febbio hat  einen kleinen Supermarkt, und was finden wir da? 🤣🤣🤣

Unser unter der Woche menschenleerer Parkplatz füllt sich am Wochenende. der Grund ist ein Motoradrennen für Enduros (und das mitten im Naturpark 🤣🤣🤣)!

So sieht unser Büro aus 👍.

Wir verlassen Febbio nach fast drei Wochen und fahren weiter nach Norden, unser Termin in Deutschland rückt näher. Wir gondeln auf kleinen  Sträßchen in die Berge und schrauben uns zum letzten italienischen Dorf hoch, bevor es über den Splügenpass in die Schweiz runter geht.

In einem Tunnel ist der Gegenverkehr nicht bereit, etwas weiter auszuweichen - eine Reparaturaktion ist die Folge!

Zum Abschluss unserer Zeit in Italien gönnen wir uns nach einer kleinen Wanderung nochmal Espresso und Gebäck. Leider war die Erwartung größer als der tatsächliche Genuss, beides hätten wir besser selbst gemacht!

Rotwein geht auch mittags!

Außerdem haben wir uns nochmal so richtig einen Sonnenbrand abgeholt🌞😂!

Das letzte Bild in Italien!

Das spiegelt auch unseren Eindruck des gesamten Landes wider: etwas heruntergekommen, aber sehr charmant und liebenswert.

In der Schweiz fällt uns sofort auf, wie ordentlich und sauber alles ist.

Sogar das Gras ist grüner (wahrscheinlich regnet es auf der Nordseite der Berge mehr).

Hier sehen sogar die Leitplanken frisch geputzt aus (in Italien waren oft gar keine da).

Die Fahrt runter ins Tal ist mühsam, die Kehren sind so eng, dass Thomas jedes Mal zurücksetzen muss, um rumzukommen.

Die erste Bäckerei in Deutschland wird gestürmt - Brezeln❤❤❤❤❤

Der erste Termin ist ein Treffen unseres Netzwerks in Sigmaringen. Da wir im letzten Jahr extrem wenig "echten" Kontakt mit Menschen hatten, sind wir gespannt, wie wir das verkraften.

Unsere Befürchtungen waren grundlos, es ist sehr schön, alle wieder zu sehen! Das Wochenende geht schnell vorüber, das Wetter hat mitgespielt und Diego wird von allen durchgeknuddelt.

In unserer Heimat im Raum Heilbronn steht ein Besuchs- und Erledigungsmarathon an! Natürlich unsere Söhne, aber auch Geschwister, Eltern und Freunde müssen irgendwie unter einen Hut gebracht werden, ohne wie wild kreuz und quer in der Gegend herumzufahren. Das ist Logistik!

Nach zweieinhalb Wochen ist es soweit! Wir verabschieden uns von unseren Kindern und freuen uns jetzt schon auf ihren Besuch an Weihnachten.

Wir kaufen nochmal Dinge, von denen wir nicht wissen, ob wir sie im Ausland bekommen können.